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Historische Stadttore in Rees

Früher gab es in Rees an verschiedenen Orten Stadttore. Dies kann man sehr gut an dem Stadtmodell, welches Rees um 1650 zeigt, erkennen. Damals umgab die niederländische Festung, die größte die Rees jemals hatte, die Stadt, welche seit dem Tod des letzten Klever Herzogs 1609 zu Brandenburg gehörte. Ziel dieses Modells ist es, die Stadt und die rheinüberschreitende Festung anschaulich darzustellen. Das Modell steht im Städtischen Koenraad Bosman Museum.

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  • Rhinwicker Tor

    Erbaut 1344 –1350.
    Das ansehnliche Doppelturmtor war Bestandteil der westlichen, landseitigen Stadtbefestigung. Von hier aus wurde der Zugang zum Banndeich her gesichert. Der Rundturm, dessen Fundament saniert wurde und heute als öffentliche Freifläche begehbar ist, zeigt einen Außendurchmesser von 11,5 m und eine Mauerstärke von 2,3 m.
    Das Rhinwicker Tor musste Anfang des 19. Jh. dem Verkehr weichen und wurde abgerissen.

  • Rheintor
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    Erbaut im frühen 16. Jahrhundert.
    Es bestand aus einem schlichten Torturm sowie einem seitlich großen Rondell mit einem Durchmesser von ca. 12 m, das in den Stadtgraben hineinzog und leicht geschrägte Außenmauern besaß. Im Inneren des Rondells fand man bei Freilegungsarbeiten Reste einer Geschützkammer.
    1599, zur Zeit der spanischen Besatzung, erfolgte die Zerstörung des Bauwerkes durch Reichstruppenbeschuss. Ab 1600 wurde das helmbestückte Tor in westlicher Richtung neu aufgebaut und durch ein Torvorwerk verstärkt. Eine erneute Zerstörung des Tores erfolgte 1672 mit der französischen Belagerung; 1945 ging es im Trommelfeuer der Alliierten endgültig unter.

  • Wassertor / Waterport

    Erbaut 1417 und zeitgleich als Watertor beurkundet.
    Der mächtige Torturm mit Erkertürmchen aus Backsteinen entstand als Mauerdurchbruch mit Treppenaufgang westlich des Pegelturmes. Durch dieses fußläufige Tor erreichten Schiffer und Fischer die Zolleinnehmestelle am Ende der heutigen Jungblutstraße, den Markt sowie Kirche und Geschäfte.

  • Krantor
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    Erbaut 1540.
    Das Fahrzeug-Tor mit tonnenartig gewölbter Decke und mächtigem Turm erhielt seinen Namen auf Grund seiner Öffnung zur Schiffsanlegestelle, wo die Schiffe mit einem großen Kran be- und entladen wurden. Im Turm, zu erreichen über eine Innentreppe, befand sich ein großer Raum, in dem bis zur Zerstörung des Bauwerkes im Jahre 1945 das Reeser Museum untergebracht war.


  • Falltor
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    Erstmals 1342 als Valporte erwähnt.
    Es bildete den nordöstlichen Zugang zur Stadt über den alten Rheindamm, was auch seinen alten Namen „Walltor“ erklärt. Die älteste Ansicht der Stadt zeigt das Tor als schlichten Viereckbau mit Doppeltoranlage. Seit dem 17. Jahrhundert wurde das Tor Falltor benannt. Der Abriss erfolgte ab 1835 mit der landseitigen Stadtmauer.



  • Delltor

    Erstmals 1338 als Porta Lapidea (Steinpforte) erwähnt.
    Der Name Delltor erklärt sich aus dem Umstand, dass das Tor in die Talsiedlung - ter Deylen - führte. Das Tor bestand aus einem mächtigen runden Hauptturm sowie aus zwei Vortürmen, die auf dem Außenwall lagen und den Brückenkopf bildeten. Wegen seiner starken Befestigung war dieses Tor das stattlichste von Rees und diente bis ins 18. Jahrhundert als Pulvermagazin. Es wurde 1835 mit der landseitigen Stadtmauer niedergelegt, um die Stadt besser dem Verkehr öffnen zu können.

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Im Rahmen von Stadtführungen erfährt man Wissenswertes über weitere historische Orte und Denkmäler in Rees.

Für ausführlichere Informationen zum Thema historische Stadtumwehrung in Rees, können Sie hier die Broschüre herunterladen.

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