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Die Kasematte unter dem Städtischen Museum

Die Kasematte ist ein unterirdisch gewölbter Raum aus weitgehend homogenem Backsteinmauerwerk in recht regelmäßigem Kreuzgewölbeverband. Ihr Fußboden liegt in der oberen Ebene vier Meter und in der unteren Ebene  fünf Meter unter heutigem Straßenniveau. Das Niveau des nach Südosten anschließenden Geländes liegt fast 80 Zentimeter über dem der Straße Vor dem Falltor.

 

Wenn man sich die von Südosten kommende Stadtmauer verlängert denkt, stellt man fest, daß das Hauptgebäude des Museums (früher Haus Keim) an die Innenseite der Stadtmauer angesetzt ist, die Kasematte an die Außenseite (Feldseite). Sie lag also außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer und innerhalb der späteren holländischen Festungsbauten.

 

Die Kasematte ist ein 14 Meter langer und 2,60 Meter breiter Raum für leichtere Geschütze. Nach Südosten gehen von diesem Raum vier Kammern ab. Am Ende dieser Kammern befinden sich die vier - nachträglich vermauerten - Schießöffnungen für die Geschütze. Von der Kasematte aus wurde im Belagerungsfall der Bereich zwischen der Stadtmauer und dem Außenwall beschossen. Eine weitere Geschützstellung (Kasematte) befand bzw. befindet sich innerhalb des Rondells „Am Bär“ - sozusagen als Gegenüber.

 

 

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