Hochwasser - Gefahr von Überflutungen

Hochwasser - Gefahr von Überflutungen

Der Rhein ist der größte deutsche Strom, der aber auch nicht unerhebliche Hochwasserrisiken birgt. Beim Rhein ist die Gefahr eines großen Hochwassers vor allem in den Wintermonaten, also von Anfang November bis Ende März gegeben, denn zur Zeit der Schneeschmelze führt der Rhein besonders viel Wasser. Kommen auch noch starke Niederschläge an den Oberläufen der Rheinzuflüsse hinzu, können die Pegelstände kritisch werden und es besteht nicht nur unmittelbar am Rhein Hochwassergefahr.

Hochwasserereignisse nehmen an Häufigkeit und Intensität zu. Das Wasser kann Gebäude, Wege, Brücken oder Dämme überschwemmen und unterspülen. Mitgeführtes Treibgut ist gefährlich; genauso wie Öl, das meist aus überfluteten Heizöltanks ins Wasser gelangt. Auch belasteter Schlamm und Fäkalien, die die Fluten mitführen, bergen ein Risiko für Gesundheit und Umwelt. Zudem kann Hochwasser die Wasser-, Gas-, Strom- und Telekommunikationsversorgung beeinträchtigen.

Ob eine Hochwassergefahr besteht, ist den Hochwassergefahrenkarten zu entnehmen. Diese geben Auskunft über das Gefährdungsrisiko für konkrete Bereiche.

Damit es gar nicht erst zu Überflutungen und Schäden im Hinterland kommt, sorgt der Deichverband Bislich-Landesgrenze für den Deich- und Hochwasserschutz. Seine Aufgabe ist es insbesondere, die Menschen, deren Hab und Gut, die Siedlungen und die landwirtschaftlichen Flächen im Verbandsgebiet vor Rheinhochwasser zu schützen.

Die Aufgaben des Deichverbands lassen sich im Detail wie folgt darstellen:

  • Bau, Verstärkung und Sanierung von Deichen, Schutzmauern und Schöpfwerken zur Sicherung der Standfestigkeit (Technischer Hochwasserschutz)
  • Regelmäßige Kontrolle, Mahd und Unterhaltung der Deichanlagen, um ihre Funktionsfähigkeit zu gewährleisten
  • Überwachung und Verteidigung der Deiche
  • Entwässerung des Hinterlandes

 

Ist zu befürchten, dass es bei einem Starkregen- oder Hochwasserereignis dennoch zu Gefahren für Leib und Leben kommt, wird die Bevölkerung über die Warnapp NINA und das städtische Sirenensystem gewarnt.

Kommt es bei einem Hochwasser zu Überschwemmungen oder Schäden an Hochwasserschutzeinrichtungen, Gebäuden oder Infrastrukturen, werden die Gefahrenabwehrmaßnahmen durch den Stab für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Rees und den Krisenstab des Kreises Kleve, in Zusammenarbeit mit dem Deichverband und weiteren Stellen, wie dem THW, koordiniert.

Um auf etwaige Gefahren möglichst gut vorbereitet zu sein, ist es wichtig, sich über die entsprechenden Hochwassergefahren zu informieren.


Aktuelle Pegelstände des Rheins sind hier zu finden.


Die „H2OCH Wasser App“ gibt Informationen zum Hochwasser-Risikograd konkreter Bereiche.

Den Hochwassergefahrenkarten (HWGK) informieren darüber, welche Bereiche bei Hochwasser überflutet sind und welche Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten zu erwarten sind.

Den Hochwasserrisikokarten ist zu entnehmen, wo ein Risiko für empfindliche Nutzungen vorhanden ist, ob das Risiko z. B. für die menschliche Gesundheit oder für wirtschaftliche Werte besonders groß ist und für welche Bereiche Maßnahmen entwickelt werden sollten, um das Risiko zu vermindern.


Dieser Link führt direkt zu den Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten.

Hochwasserschutzfibel – Objektschutz und bauliche Vorsorge

 

Darüber hinaus stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK weiterführende Informationen bereit: