REES. Ohne sie geht es nicht: 26 ehrenamtliche Museumshelferinnen und -helfer engagieren sich das ganze Jahr über für das städtische Koenraad Bosman Museum – meist zu den Öffnungszeiten am Wochenende, bei Vernissagen oder den Klever KulTourtagen. Als Dankeschön für diesen Einsatz laden die Stadt Rees und die Koenraad-Bosman-Stiftung die Helferinnen und Helfer einmal im Jahr zu einer Studienreise ein. Diesmal ging es in die Hansestadt Hattingen.
Erster Halt der informativen wie geselligen Tagesfahrt war das LWL-Museum Henrichshütte mit seinem imposanten Hochofen, der 1987 stillgelegt wurde. Mehr als 100 Jahre war die Henrichshütte der wichtigste Arbeitgeber der Stadt im südlichen Ruhrgebiet. Mehr als 10.000 Menschen waren dort beschäftigt. Heute führen ehemalige Mitarbeiter über die beeindruckende Industriebranche, die auch für Kunstausstellungen und Kulturveranstaltungen genutzt wird.
Nach dem Mittagessen im historischen Zentrum der 56.000-Einwohner-Stadt erkundigte die Reeser Gruppe die mittelalterlichen Fachwerkhäuser, darunter das wegen seiner Form so genannte Bügeleisenhaus, ferner die evangelische St. Georgs-Kirche mit auffallend schiefem Turmdach und die wiederaufgebaute Stadtmauer, deren moderne Tore individuell von verschiedenen Künstlern gestaltet wurden.
Ein besonderer Blickfang sind auch die „Menschen aus Eisen“ des polnischen Bildhauers Zbignjew Fraczkiewicz. Seit 1996, als sie zum 600-jährigen Stadtjubiläum aufgestellt wurden, sind die 2,40 Meter großen Eisenmänner bei Bürgern und Besuchern durchaus umstritten. Die Reeser Gäste gingen jedoch auf Tuchfühlung und nutzten die Skulpturen für ein Gruppenbild.
Zurück in Rees, ließen die Museumshelfer den gelungenen Tag mit einem Abendessen im Rheincafé Rösen ausklingen. Dort dankten Jörn Franken und Claudia Börgers von der Stabsstelle für Tourismus, Kultur, Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit den Ehrenamtlern erneut für ihr Engagement zugunsten der Reeser Kultur.

