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Klassik-Café: Musik am neuen Ort, 19.7.2026


REES. Das Klassik-Café hat einen neuen Veranstaltungsort gefunden. Die Reihe findet am Sonntag, den 19. Juli 2026, von 15 bis 17 Uhr, an der evangelischen Kirche in Haldern statt.

Das Programm bleibt gewohnt hochkarätig mit alten Bekannten. Den Anfang machen (15 Uhr) Mirjam Hardenberg (Sopran, Cello) und Anja Speh (Klavier). Um 15.30 folgt ein Auftritt des Kammerorchesters opus m.  Das Duo Speh-Hardenberg spielt wie jedes Jahr zwei Sets. (15 bis 15.30 Uhr und 16 bis 16.30 Uhr). Zum Abschluss singt der Kammerchor Haldern.

Künstlerischer Leiter Heiner Frost beschreibt das Thema „Tango und und und…“ zum diesjährigen Klassik-Café: „Beim Wort Tango denkt man meist an Astor Piazolla. Natürlich werden sowohl Hardenberg-Speh als auch das Kammerorchester „opus m“ Stücke des wohl bekanntesten Tango-Komponisten aufführen.“

Das „und und und“ gibt allerdings auch den Hinweis auf andere Komponisten und Stilrichtungen von der Renaissance bis zur Moderne.  Auf der Setlist finden sich neben Johann Sebastian Bach unter anderem Jacob Arcadelt, Manuel de Falla, Heitor Villa-Lobos, Manuel Ponce, George Bizet, Isaac Albeniz und John Williams.

Teil des Finales mit dem Kammerchor ist Thomas Brokamp, der als Leser beim „Lahusen-Projekt“ dabei ist. „Das Lahusen-Projekt ist die Wiederaufnahme eines Programms, das der Chor vor Jahren schon einmal aufgeführt hat. Dabei geht es darum, dass bei Gedicht-Vertonungen der Text oft nur noch eine Nebenrolle spielt. Thomas Brokamp wird also die Texte von Größen wie Eichendorff, Storm und Goethe vortragen“, erklärt Heiner Frost. Kürzlich gab der Chor in zwei offenen Proben eine Kostprobe - eine im Museum Kurhaus Kleve, die andere im Rahmen der Tage der Musik in Rees.

Das Klassik-Café in Rees startete vor mehr als 20 Jahren auf dem Gelände von Haus Aspel. Nach dem Weggang der Schwestern erfolgte der „Umzug“ an den Reeser Skulpturenpark. Die aktuelle Haushaltslage der Stadt Rees, die bisher Teile der Infrastruktur wie Bühne und Toilettenwagen stellte, machten finanzielle Anpassungen nötig. Der Fokus auf eine anspruchsvolle Klassik sollte dabei bestehen bleiben. „Wir haben also nach einem Ort Ausschau gehalten, an dem wir den konzertanten Teil der Veranstaltung ohne eine große Bühne durchführen konnten. Es waren mehrere Möglichkeiten in unseren Überlegungen. Am Ende haben wir uns für das Gelände rund um die Evangelische Kirche in Haldern entschieden“, berichtet Frost von den Überlegungen.

Der „gemütliche Teil“ – also Ausschank von Kaffee und Kaltgetränken sowie Kuchenverkauf wird rund um die Kirche stattfinden. „Die Konzerte finden in der Kirche statt“, so Frost.

Der Eintritt zum Klassik-Cafe ist wie immer frei. Von den Einnahmen aus dem Kuchen- und Getränke-Verkauf schafft der Chor Notenmaterial für kommende Konzerte an. Heiner Frost: „Allein die Kosten für die Noten zum diesjährigen Weihnachtskonzert liegen über 500 Euro. Da freut sich unser Kassierer über jeden Euro, den wir beim Klassik-Café einnehmen.“ Übrigens werden auch Spendenboxen aufgestellt. Frost: „Der Eintritt ist zwar kostenlos, aber natürlich entstehen Kosten wie bei jedem anderen Konzert auch. Wir sind also – wie immer – für jede Unterstützung dankbar.“