REES. Handwerksbetriebe, Energieberater und unabhängige Fachleute präsentierten bei der ersten Reeser EnergieExpo ihr Wissen unter einem Dach im Bürgerhaus – und gaben damit Orientierung in einem komplexen Themenfeld.
Bürgermeister Sebastian Hense eröffnete die Veranstaltung und unterstrich die Bedeutung des neuen Formats für Rees: „Klimaschutz, energetische Sanierung und die Zukunft unserer Wärmeversorgung sind Themen, die viele Menschen in unserer Stadt und darüber hinaus ganz konkret bewegen.“
Das Programm verband gebündelte Fachinformation mit persönlichem Austausch. Den Auftakt machte die Verbraucherzentrale NRW mit einem Vortrag zur Sanierungsplanung: Wie lässt sich Dämmung sinnvoll und wirtschaftlich planen? Im Anschluss erläuterte Stephanie Kaschewski von Butzheinen & Kaschewski Beratende Ingenieure PartG mbB, welche Förderprogramme des Bundes für Sanierungsvorhaben in Frage kommen – und wie der Weg durch den Förderdschungel gelingt.
Nach einer ausgedehnten Messepause, in der die Besucherinnen und Besucher die rund zwölf Aussteller besuchen konnten, standen am Abend zwei weitere Beiträge auf dem Programm: Ein praxisnaher Überblick über Wärmepumpen und ihre Alternativen und den Abschluss bildete Energiebotschafter Kurt Stenzel, der im Interviewformat über den Nutzen und die Möglichkeiten von Photovoltaikanlagen sprach.
Das Herzstück der Expo war der Messebereich, in dem sich Fachbetriebe aus verschiedenen Gewerken vorstellten: von Dachdecker- und Handwerksbetrieben wie dem Meisterbetrieb Telaak, Joh. Bollwerk Bedachungen und Umbau Sanierungen Venes, über Heizungs- und Klimatechnikspezialisten wie Biermann GmbH, Born GmbH und van Bebber GmbH bis hin zu Anbietern für Photovoltaik und erneuerbare Energien, darunter die Stadtwerke Rees GmbH mit ihrem Angebot „Mein Sonnenstrom" sowie MoVe International GmbH. Finanzierungsfragen beantwortete die Volksbank Emmerich-Rees eG, während das Architekturbüro Ruth Pollmann und Butzheinen & Kaschewski planerische Expertise einbrachten. Ergänzt wurde das Angebot durch den Beratungsstand der Verbraucherzentrale NRW sowie den Infostand der Stadt Rees zur kommunalen Wärmeplanung.
Reeser Klimaschutzmanagerin Christine Klanten, die die Veranstaltung organisiert hatte, zog ein positives Fazit: „Viele Menschen wissen, dass Handlungsbedarf besteht – wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Genau diese Lücke wollten wir schließen.“
Klimaschutz in Rees
Die Stadt Rees engagiert sich noch in weiteren Bereichen des Klimaschutzes, z.B. bei der Aktion Stadtradeln oder für die Entsiegelung von Flächen mit „Grün statt Grau“. Dazu gibt es kostenloses Begleitprogramm: „Praxistipps für pflegeleichte Beete“ (20.5.), Exkursion zur Naturarena Wesel (11.6.) und „Naturnahe Gärten“ (7.7.). Mehr Infos unter www.stadt-rees.de/gruen-statt-grau

