REES. Das kommenden „reeserviert“-Konzert am Sonntag, den 15. März, um 17 Uhr, widmet sich den schillernden 1920er-Jahren und verbindet auf besondere Weise Literatur und Musik. Im Mittelpunkt steht dabei das spannungsreiche Wechselspiel zwischen rezitierten Texten und eigenständigen Klavierwerken.

Thomas Brokamp, Philosophie-Lehrer am Willibrord-Gymnasium, rezitiert Texte von Bertolt Brecht, Joachim Ringelnatz, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Lili Grün und Mascha Kaléko. Ihre Werke spiegeln den Zeitgeist der Weimarer Republik: Großstadtflair und Gesellschaftskritik, Melancholie und Ironie, politische Schärfe und poetische Leichtigkeit.
Die musikalische Seite des Abends gestaltet Anja Speh mit Klavierwerken von Erik Satie, Kurt Weill, Hugo Distler, Jacques Ibert, Erwin Schulhoff und Bohuslav Martinů. Ihre Kompositionen stehen exemplarisch für die stilistische Vielfalt der Zeit – zwischen Avantgarde, Neoklassizismus, Jazz-Einflüssen und feinsinniger Klangpoesie.
Musik und Rezitation wechseln sich bewusst ab und treten in einen künstlerischen Dialog. Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine Lesung mit musikalischer Begleitung, sondern um zwei eigenständige Ausdrucksformen, die einander kontrastieren, ergänzen und kommentieren.
So entsteht ein vielschichtiges Porträt einer Epoche im Aufbruch – ein Abend, der die Atmosphäre der 1920er-Jahre lebendig werden lässt und Literatur wie Musik gleichermaßen zur Geltung bringt. Tickets gibt es an der Abendkasse für 15 Euro (erm. 12 Euro).

