REES. Der Reeser Skulpturenpark befindet sich im Wandel: Derzeit baut der Bauhofbetrieb der Stadt die bisherigen Werke ab und bereitet die Fundamente für die neuen vor. Auf der rund 5.500 Quadratmeter großen Freifläche direkt an der historischen Stadtmauer entstehen so die Grundlagen für die zehnte Ausstellung – getragen von der Koenraad Bosman Stiftung, die den öffentlichen Park seit seiner Eröffnung im Jahr 2003 betreut und zu einer festen Größe im Kulturleben der Region mit vielen tausenden Besucherinnen und Besuchern gemacht hat.
Mit dem Abbau endet eine erfolgreiche Laufzeit mit Kunstwerken wie Luzia-Maria Derks' „Catwalk", Stephan Goedeckes pulsierende Stele „Schwarze Sonne", Leo Horbachs kraftvolle Kalkstein-Figur „Think", Rob Logisters überdimensionaler Stahlrittersporn „Delfinium ferro" sowie Klaus Richters drei zufällig entstandene Stahlnegativformen.
Vergangenen September startete die Ausschreibung für die neue Ausstellung, die auf großes Interesse stoß. Insgesamt über 40 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und den Niederlanden bewarben sich für den Reeser Skulpturenpark. Eine Fachjury der Koenraad Bosman Stiftung hat 15 neue Werke ausgewählt, die in den kommenden Wochen aufgestellt und für drei Jahre im Park zu sehen sein werden.

Noch während des Abbaus der alten Werke, gibt es bereits einen ersten Vorgeschmack auf die neue Ausstellung: Die Bronzeskulptur „Hüterin des Lebens" von Oliver Ritter steht bereits an ihrem Platz im Park. Die Figur zeigt eine Wassernymphe mit einer zur Erde weisenden Walflosse, die an einen Anker erinnert – ein Arm endet in einem Fischkopf, der andere hält ein Boot mit einer menschlichen Figur. Das Werk verkörpert die Verbindung von Mensch und Natur und das Handeln im Gleichklang mit ihr. Es gibt einen ersten Eindruck davon, mit welcher künstlerischen Tiefe und Bandbreite die zehnte Ausstellung aufwarten wird. Die weiteren Werke folgen bis zur Eröffnung Ende Juli (s. Infobox).
Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler kommen aus Orten wie Salem, Würselen, Höhr-Grenzhausen, Nijkerk, Doenrade und Acquoy. Sie bringen eine breite Materialvielfalt mit: Stein, Walnussholz, Marmor, Edelstahl und Cortenstahl stehen neben ungewöhnlicheren Werkstoffen wie Acrylglas, Ton, Elektrolytkupfer und Spiegeln – bis hin zu einer markanten Kugelkalotte.
Eröffnung neue Ausstellung
Die Eröffnung und Vorstellung der zehnten Ausstellung im Reeser Skulpturenpark ist am Sonntag, den 26. Juli 2026, um 14.30 Uhr, unter anderem mit Ansprachen von Bürgermeister Sebastian Hense, Einführung durch Jury-Mitglied Carla Gottwein und der musikalischen Unterstützung von Daddy Longleg.

