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Ein Plan für die Wärmezukunft


REES. Die Stadt Rees arbeitet derzeit an einem strategischen Fahrplan für eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Ein erheblicher Anteil der energiebedingten CO2-Emissionen entsteht durch das Heizen von Gebäuden. Fossile Energieträger sind teurer und volatiler geworden. Wer das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 ernst nimmt, muss die Wärmeversorgung grundlegend umgestalten.

Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung erfasst die Stadt Rees systematisch, wie heute geheizt wird und welche Potenziale vor Ort vorhanden sind – von erneuerbaren Quellen wie Geothermie und Umweltwärme bis hin zu möglichen Wärmenetzen. „Nur wenn wir wissen, wie heute geheizt wird und welche Potenziale vor Ort vorhanden sind, können wir die richtigen Entscheidungen treffen", erklärt Christine Klanten, die das Projekt bei der Stadt Rees als Klimaschutzmanagerin betreut. Politik, Wirtschaft, Verbände und Bürgerschaft werden dabei aktiv eingebunden.

Im öffentlichen Teil der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung, Bau und Vergabe am 19. März 2026 werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie der Ablauf der kommunalen Wärmeplanung vorgestellt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich aus erster Hand zu informieren. „Der Wärmeplan schafft Orientierung und Planungssicherheit – die konkrete Heizungsentscheidung verbleibt bei den Eigentümerinnen und Eigentümern“, erklärt Klanten.

Die kommunale Wärmeplanung ist durch das Wärmeplanungsgesetz (WPG) und das Landeswärmeplanungsgesetz NRW bundesweit verpflichtend eingeführt worden. Kommunen wie Rees haben bis Juni 2028 Zeit.

Die Sorge, eine funktionierende Heizung sofort austauschen zu müssen, ist dabei unbegründet, wie Christine Klanten ausführt: „Solange eine Anlage ordnungsgemäß funktioniert und gesetzliche Altersgrenzen nicht überschritten sind, besteht keine Austauschpflicht.“ Sie empfiehlt aber, frühzeitig Sanierungsoptionen und Fördermöglichkeiten zu prüfen.


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