Erstes Klassik-Café in Haldern
Gute Resonanz nach Wechsel der Örtlichkeit
HALDERN. „Das Klassik-Café in Haldern war ein Erfolg“, bilanziert der künstlerische Leiter der Konzertreihe „reeserviert“, Heiner Frost. Die Anfänge des Klassik-Café fanden in Haus Aspel statt, später zog die Veranstaltung zum Skulpturenpark nach Rees um. Jetzt ein erneuter Ortswechsel auf das Gelände rund um die Evangelische Kirche in Haldern. „Wir haben ein überwiegend positives Echo vernommen“, so Frost. Für die Musiker sei der neue Ort „einfach wunderbar, denn der Klang ist einfach viel intensiver als auf einer Open-Air-Bühne“, so Frost. Anders als sonst war jetzt, dass von der Musik, die in der Kirche gespielt wurde, nicht wirklich viel nach außen drang. Frost: „Vielleicht schaffen wir es im nächsten Jahr, da mittels Übertragung nach draußen Abhilfe zu schaffen.“ Das Problem: Eine Übertragung ist „natürlich möglich, aber da entsteht dann die Frage nach den Kosten“. Im kommenden Jahr soll das Programm dann „entzerrt“ werden. Frost: „Es geht ja auch darum, dass der Kammerchor Haldern Einnahmen aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen erwirtschaftet. Dieses Geld wird dann beispielsweise in die Anschaffung von Noten investiert.“ Wenn aber das Publikum sich nur in der Kirche aufhält, geht der Verkauf von Kaffee und Kuchen zurück. Frost: „Im nächsten Jahr wird es zwischen den einzelnen Auftritten längere Kaffeepausen geben und wir werden dann wahrscheinlich eine halbe Stunde früher starten.“ Die Bilanz des Klassik-Cafés: „Wenn wir im kommenden Jahr wieder hier zu Gast sein dürfen, wird das Gelände um die kleine evangelische Kirche die neue Adresse fürs Klassik-Café werden“, so Frost.
Der Wechsel in den Ortsteil Haldern war deshalb notwendig geworden, weil die Veranstaltung hier ohne eine separate Bühne auskommt. Bekanntlich die Stadt Rees als Co-Veranstalter an der reeserviert-Konzertreihe beteiligt. Aufgrund der schwierigen Haushaltssituation standen keine Mittel für die Anmietung einer Konzertbühne für den Skulpturenpark zur Verfügung. Jörn Franken, Leiter der Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit, Stadtmarketing, Tourismus und Kultur ergänzt: „Der Ortswechsel ist auf unseren Sparzwang zurückzuführen. Dennoch passt es zu unserem Ansatz, auch die Reeser Ortsteile in den Fokus für städtische Veranstaltungen zu nehmen“.

