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Skulpturenpark Rees: Neue Ausstellung steht bereit, 26.7.2026


REES. Am Sonntag, 26. Juli 2026, eröffnet um 14.30 Uhr die zehnte Ausstellung im Reeser Skulpturenpark. Rund 15 neue Skulpturen bereichern das weitläufige Freigelände an der mittelalterlichen Stadtmauer – und laden bis zum Frühjahr 2029 zu einem unverwechselbaren Streifzug durch zeitgenössische Kunst im Herzen der Stadt ein. Der Reeser Bürgermeister Sebastian Hense betont die elementare Bedeutung von Ausstellungen in den aktuellen Zeiten: „Kommunen stehen gerade vor großen Herausforderungen – finanziell wie gesellschaftlich. Umso wichtiger ist es, an Orten festzuhalten, die Menschen zusammenbringen und Lebensqualität sichtbar machen. Der Skulpturenpark ist so ein Ort: offen für alle, kostenlos, mitten in der Stadt. Zehn Ausstellungen in über zwanzig Jahren zeigen, dass Kultur kein Luxus ist – sondern ein Anker. Ich lade alle herzlich zur Eröffnung ein und freue mich auf das, was diese zehnte Ausstellung uns zu sagen hat."

Die neue Ausstellung vereint dabei Werke sehr unterschiedlicher Handschriften. Moritz Echterhoffs „Björn Bär" etwa verknüpft humorvolle Formensprache mit lokaler Geschichte: Die Figur nimmt Bezug auf die Bastion „Am Bär", einen historischen Ort der ehemaligen Reeser Stadtbefestigung. Roland Höft hingegen hinterfragt mit „Diversity" – einer Skulptur aus Carrara-Marmor, die wie ein biegsamer Stein wirkt – unsere Wahrnehmung von Material und Form. Der Künstler war 2017 auf der Biennale di Venezia vertreten. Eine seiner Arbeiten erwarb das National Museum of China in Peking.

Jan Tesches „Platon XXL" bringt Mathematik und Magie zusammen: Ein aus Spiegelfünfecken konstruierter Pentagon-Dodekaeder – entstanden als Upcycling-Projekt aus Hotelspiegeln und einem alten Schrank – reflektiert buchstäblich seine Umgebung und schafft so ein sich stetig wandelndes Bild.

Einen ganz anderen, stillen Kontrapunkt setzt Alfons Thesings „Mika 142": Eine meditativ gestaltete Bohle aus alter Eiche, die mit viel Herzblut bearbeitet wurde und die Wärme und Beständigkeit des Materials in den Mittelpunkt rückt.

Poetisch ist der Ansatz von Linda Verkaaik: „Meander Hands" zeigt zwei ineinandergreifende Hände, die gemeinsam eine Yin-Yang-Figur formen – ein Werk über Fürsorge, Verbindung und Unendlichkeit. Heidemarie Wenzels „Das Wesen der Seele" wiederum stellt eine philosophische Frage in den Raum: Ein Satz des Philosophen Baruch de Spinoza aus dem Jahr 1665 – „Nachdem ich mir das Wesen der Seele vorgestellt habe, kann ich sie mir nicht als rechteckig denken" – ist in die Skulptur eingeschrieben und erschließt sich erst vollständig, wenn man sie in einer Kreisbewegung umschreitet. Ein Werk, das Körper und Geist gleichermaßen einlädt, aktiv zu werden.

Gesellschaftliche Fragen stellt die Ateliergemeinschaft Halfen Dombach mit „Orte der Zusammenkunft": Die Steinarbeiten sind bewusst als Sitzgelegenheiten konzipiert und sollen Begegnungen im öffentlichen Raum fördern. Ganz anders „Die Streithähne" von Christel Verhalen – ein Spiegel unserer Zeit, in der das Zuhören seltener geworden ist.

Seit seiner Eröffnung im Juli 2003, damals als erstes grenzüberschreitendes Projekt „Skulpturenpark Rees – Sint Anthonis", hat sich der Park auf rund 5.500 Quadratmetern unmittelbar neben dem Koenraad Bosman Museum zu einem der beliebtesten Ausflugsziele am Niederrhein entwickelt. Die zehnte Ausstellung setzt diese Erfolgsgeschichte dank der wesentlichen Förderung durch die Koenraad Bosman Stiftung fort – und zeigt einmal mehr, wie vielfältig und lebendig die aktuell 29 zeitgenössischen Skulpturen sein können.

Die Vorbereitungen und Planungen für die kommende Ausstellung übernahm Jana Weiss von der Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit, Stadtmarketing, Tourismus und Kultur der Stadt Rees. Dazu gehörte auch die Ausschreibung und der Kontakt zu den Künstlerinnen und Künstlern. Die finale Auswahl übernahm eine vom Kulturausschuss der Stadt Rees festgelegte Jury.

Den Aufbau hat der Bauhofbetrieb der Stadt Rees in den vergangenen Monaten begleitet. Für die Kunstwerke haben die Mitarbeiter die Fundamente vorbereitet und die Künstlerinnen und Künstler bei der Installation unterstützt.


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