Reeser Skulpturenpark

Im Juli 2003 wurde im Rahmen des ersten grenzüberschreitenden Projektes "Skulpturenpark Rees – Sint Anthonis“ der Reeser Skulpturenpark eröffnet.
Seit seiner Eröffnung lockt er Tag für Tag unzählige Gäste und Kunstliebhaber in das Areal der mittelalterlichen Stadtmauer. Der Reeser Skulpturenpark liegt in unmittelbarer Nähe des Städtischen Museums Koenraad Bosman und ist jederzeit für Interessenten kostenfrei geöffnet.
Auf einer Fläche von rund 5.500 qm erwartet den Besucher neben dem faszinierenden Brunnen mit rotierender Granitkugel und dem Bodendenkmal sowohl abstrakte als auch gegenständliche Objekte deutscher und niederländischer Künstler. Die Skulpturen werden für eine Ausstellungsdauer von drei Jahren ausgestellt.
Am 26. Juli 2026 wird um 14.30 Uhr die zehnte Ausstellung eröffnet. Alle sind hierzu herzlich eingeladen. Die neue Ausstellung wird dann bis zum Frühjahr 2029 zu sehen sein.

"Balance und Bewegung" Werner Albrecht
Die Säulen (Basaltstelen) haben einen Durchmesser von ca. 40 cm und eine Höhe von ca. 220 cm. Mit der Kugel messen sie ca. 260 cm.
Der Basalt ist in Millionen von Jahren im Inneren der Erde gewachsen und gerichtet worden. Durch Bearbeitung an convexen und concaven Stellen, bis zur Politur, entstehen drei unterschiedliche Säulen, jede ein Unikat. In der Dreierzusammenstellung ergeben sie eine Komposition, die durch die rotierende Steinkugel zu einer Einheit zusammenwächst.

"Orte der Zusammenkunft"
Ateliergemeinschaft Halfen Dombach
Brigitte Maxrath Enger und Petra Zieriacks
Die Skulpturen sind so konzipiert, dass sie Passant*innen zum Verweilen einladen und spontane Begegnungen sowie Gespräche ermöglichen. Die Steinarbeiten wurden gemeinsam für den öffentlichen Raum entwickelt, ausgehend von der Idee, Sitzgelegenheiten als soziale Schnittstellen zu begreifen, der Kommunikation und Vernetzung fördern.

"Irrgarten" Frank Bartecki
Ein Ensemble von vier Stahlelementen bilden eine geschlossene Formation, die sich geometrisch an der quadratischen Grundplatte orientieren. Es bleibt dem Betrachter frei es als Kunst oder Objekt zu betrachten, oder es einfach zu benutzen.

"Heuschrecke" Ernst Barten
Die Skulptur ähnelt einer Heuschrecke, die auf Rädern daherkommt. Sie ist aus landwirtschaftlichen und industriellen Fundstücken verschweißt. Die Eisenteile sind unbehandelt und rostig. Der Oxidationsprozess verändert die Oberfläche der Skulptur.

"Nr. 53" Christoph Blans
Zwei ineinanderpassende halbrunde Formen veranschaulichen die Innen- und Außenseiten der Skulptur, wobei ein konkaver und ein konvexer Verlauf einander prägen. Die Skulptur ist aus hartem Walnussholz gefertigt. Eine Seite ist vergoldet, während die andere Seite sowie die übrige Oberfläche mit einer Anchorseal-Wachssicht versehen ist.

"Libelle" Timo Derhaagh
Die „Libelle“ ist ein Kunstwerk von ca. 2 x 2 Metern, das frei über dem Boden schwebt. Durch ihre offene Struktur erhält die Skulptur eine leichte und transparente Ausstrahlung. Die Arbeit ist aus Edelstahl gefertigt und verbindet Stabilität mit einem Gefühl von Bewegung und Feinheit.

"Björn Bär" Moritz Echterhoff
Diese Plastik lenkt den Blick auf Spuren vergangener Funktionalität und macht Geschichte im Stadtraum sichtbar. Als humorvoll-melancholischer Hybrid vereint „Björn Bär“ Erinnerung und Fantasie – er bewahrt das Vergangene und eröffnet zugleich neue gedankliche Räume. Ebenso nimmt die Figur Bezug auf einen historischen Ort der Stadt: die Bastion „Am Bär“, der ehemaligen Stadtbefestigung. So verbindet das Werk Aspekte der Nachhaltigkeit mit lokaler Geschichte. „Björn Bär“ lädt dazu ein, einen Moment innezuhalten – als stiller Hüter zwischen Natur und Erinnerung.

"Du - Ich - Wir"
Roland Glatz-Wieczorek
Es geht um den Zusammenhalt einer Figurengruppe, die Geheimnisse der Gruppe teilen und für sich behalten kann.
Es entsteht Abgrenzung und Ausgrenzung. Durch den Betonsockel vor der Skulptur, hat der Betrachter die Möglichkeit diese Ausgrenzung aufzuheben, ein Teil der Skulptur zu werden und in die Geheimnisse der Gruppe zu lauschen.

"Spiel mit Dreiecken"
Siegfried Helmstädter
Konstruktivistisches Objekt aus 8 mm starken Stahlplatten in gleichschenkligen Dreiecken mit
rostenden Oberflächen vertikal aufgebaut.

"Diversity" Roland Höft
Seit 2020 beschäftigt sich Roland Höft mit dem Thema „Biegen statt Brechen“. In diesem Kontext entstehen Skulpturen, die eine Formensprache des materiellen Widerspruchs entwickeln, indem Eigenschaften der Metallverformung auf das Material Stein übertragen werden. Durch die Illusion eines scheinbar biegsamen Steins entsteht eine „diverse Skulptur“, die jenseits der erwarteten materiellen Realität existiert. Die Arbeiten hinterfragen etablierte Wahrnehmungsmuster und eröffnen eine neue skulpturale Ausdrucksform. „Diversity“ ist eine Skulptur aus Carrara-Marmor, die innerhalb dieses konzeptionellen Ansatzes entstanden ist. Als Bildhauer bevorzugt Roland Höft das Material Stein, dessen Widerstand und Beständigkeit einen wesentlichen Bestandteil seiner künstlerischen Auseinandersetzung bilden. Seine skulpturalen Konzepte sind weltweit im privaten wie im öffentlichen Raum vertreten. 2017 war Roland Höft mit einer Skulptur auf der Biennale di Venezia vertreten; zudem wurde eine seiner Arbeiten vom National Museum of China in Peking erworben.

"Summer in the city"
Georg Janthur
Das aus ihrem Zusammenhang herausgenommenen Alltagsmotiv eines zusammengeklappten Sonnen-/ Regenschirmes, steht hier symbolisch für die PERSPEKTIVE des Wetters in Anlehnung an die Kleine Wetterstation, das sog. Wetterhäuschen. Ein zugeklappter Regenschirm zeigt Sonnenwetter an! Ein zugeklappter Sonnenschirm zeigt Regenwetter an! Sonne und Regen sind für das Leben auf der Erde lebensnotwendig. Zu viel Sonne und zu viel Regen führen dagegen zu Katastrophen und zerstörten Leben.

"Miteinander" Reimund Kasper
Die Stahlskulptur „Miteinander“ resultiert aus der Beobachtung von Menschen in ihrem Umfeld. In einer Zeit der stetig schneller werdenden Kommunikation und Arbeitsverdichtung wird das Bedürfnis nach menschlicher Nähe immer größer. Austausch und Verbindung von Wärme und Zuneigung bekommen eine wachsende Bedeutung. Die Skulptur zeigt in grafischer Formensprache, wie eine ausgesparte Fläche eine neue Form zum Leben erweckt. Der imaginäre Prozess ist einer der Hauptaussagepunkte dieser Skulptur. Durch den wechselnden Blickwinkel entsteht für den Betrachter immer wieder ein neues Bild. Selbst Licht und Schatten im Wechsel des Tages verändern die Aussage dieser Arbeit und versetzen den Betrachter in eine neue Erlebniswelt.

"Wurzeln und Flügel"
Simone Carole Levy
Eine abstrakte menschliche Gestalt mit Armen wie vielflächige Flügel, die vom Zentrum ausgehen, symbolisiert, was er oder sie empfängt und gibt, vom Herzen kommt und in die Welt hinausfließt. Auch der Kopf (Geist) ist mit dem Herzen verbunden. Die vielen Facetten der Flügel stehen für die Freude am Lernen, am Schaffen und am Entdecken des Lebens, im Inneren wie im Äußeren. Ebenfalls vom Zentrum ausgehen, erstrecken sich die Wurzeln hinab zur Erde und repräsentieren die Verbundenheit und Integration innerhalb des eigenen Körpers, der Natur, der Familie, der Gesellschaft.

"Delfinium ferro" Rob Logister
"Delfinium Ferro" ist eine 30fache Vergrößerung eines Delfinius (Rittersporn). Eine Pflanze wird vergrößert und umgesetzt in einem Material, das auf den ersten Blick nicht mit zarten Blütenblättern zu tun hat: harter Stahl. Und doch wirkt es natürlich und ungekünstelt. Die Blumenskulptur lädt ein, die Natur mit anderen Augen zu sehen, wie durch ein Vergrößerungsglas. eine Vergrößerung deren Schönheit und Detailreichtum das Überwältigende des Gewöhnlichen und Bekannten sichtbar macht.

"Sisyphos" Ernesto Marques
In seinem neuen kleinformatigen Zyklus mit dem Titel "Homo" konzentriert sich der Künstler voll und ganz auf einen bestimmten Habitus oder Gestus, der die gesamte dargestellte Figur beherrscht. Diese Kleinplastiken haben sowohl als Einzelwerke, wie auch im Ensemble, Gültigkeit. Zu dem Zyklus gehört auch diese Arbeit mit dem Titel "Sisyphos".

"Die Sprayerin"
Peter Nettesheim
Die Figur der Sprayerin greift ein Thema auf, das bei der Diskussion um Aktionen im öffentlichen Raum eine Rolle spielt. Entweder wird dabei auf eine gewisse Weise das Sprayen von Farbe legal und im Auftrag, im Rahmen von Street-Art zur Stadtgestaltung eingesetzt oder es handelt sich um illegale Aktivitäten, die als Protest gedacht werden oder von den unmittelbar Betroffenen als willkürlicher Eingriff oder als Vandalismus erlebt werden.

"Junge Frau mit Kind" Peter Nettesheim
Die dargestellte junge Frau ist unterwegs drinnen oder draußen. Das Kind auf dem Arm ist auch nicht still und in einer repräsentativen Haltung dargestellt, wie dies häufig bei "Madonnen mit Kind" üblich ist, sondern eher in einer neugierigen Bewegung zur Seite hin so, wie sich der Ast der Robinie vom Stammstück fortbewegte.

"Hüterin des Lebens"
Oliver Ritter
Eine abstrakte menschliche Gestalt mit Armen wie vielflächige Flügel, die vom Zentrum ausgehen, symbolisiert, was er oder sie empfängt und gibt, vom Herzen kommt und in die Welt hinausfließt. Auch der Kopf (Geist) ist mit dem Herzen verbunden. Die vielen Facetten der Flügel stehen für die Freude am Lernen, am Schaffen und am Entdecken des Lebens, im Inneren wie im Äußeren. Ebenfalls vom Zentrum ausgehen, erstrecken sich die Wurzeln hinab zur Erde und repräsentieren die Verbundenheit und Integration innerhalb des eigenen Körpers, der Natur, der Familie, der Gesellschaft.

"Piranha" Joachim Röderer
Der Fisch in seiner stählernen Erscheinungsform, in seiner anatomischen Verwandlung und einem Ikarus verwandt vom Himmel auf die Erde stürzend, ist für den Künstler ein Zeichen eines persönlichen wie auch kollektiven Bewusstseins- und Wahrnehmungswandels.

"Platon XXL" Jan Tesche
„Platon XXL“ ist ein Pentagon-Dodekaeder aus 11 gleichseitigen Spiegel-Fünfecken auf einer Holzkonstruktion. Ein ästhetisches Objekt in einer streng mathematischen Gestalt, welches auf den ersten Blick als Kontrast zur Natur steht, um sich im nächsten Moment als Symbiotischer Partner zu zeigen, dessen verspiegelte Oberfläche in Wechselwirkung mit der Umwelt tritt, diese aufgreift und ungewohnte Perspektiven in Nah- und Fernwirkung aufzeigt. Eine Begegnung auf „gleicher Augenhöhe“ in den Abmessungen 170 cm x 170 cm x 170 cm. Als Produkt aus einem Upcycling-Projekt hatten alle Materialien eine vorherige Verwendung, in diesem Fall als Schrank und Badezimmerspiegel in einem Hotel. Das Hauptaugenmerkt bei „Platon XXL“ richtet sich auf die Verbindung der visuellen Vielschichtigkeit mit der starken symbolischen Bedeutung des Pentagon-Dodekaeders, welches mit seinen zwölf regelmäßigen Fünfecken als der Vollkommenste der platonischen Körper bezeichnet wird, da die Seitenflächen vom Goldenen Schnitt förmlich durchdrungen sind. Dem Betrachter bietet sich ein mannshoher Lichtkörper dar, der durch die Spiegelungen eine sich ständig wandelnde Perspektive der unmittelbaren Umwelt aufzeigt. Die farbigen Kanten sind eine Anspielung auf die Spektralfarben, die Grundbausteine des sichtbaren weißen Lichts, die durch Lichtbrechung entstehen und nicht weiter zerlegt werden können. Zu Platons Zeiten war das Dodekaeder heilig und es durfte über diesen Körper nicht gesprochen werden, vermutlich weil das die Erde umgebene Christusgitter ebenso die Form eines Dodekaeders besitzt. Deshalb wird es auch „die Standleitung“ zum Göttlichen genannt. Man sagt, das Dodekaeder helfe einem Jeden, die Kraft des Augenblicks zu nutzen und sich mit Allem verbunden zu fühlen. Es wirke auf uns verbindend, warm, herzlich und heilsam und bringe Licht und Liebe in unser Leben. Außerdem könne das Dodekaeder auch Orte und Plätze energetisch aufladen und so einen Schutz vor kosmischen und irdischen Strahlen erstellen.

"Mika 142" Alfons Thesing
Aus einer alten Eiche geschnittene Bohle, die mit viel Herzblut mediativ gestaltet wurde.

"Eisvögel"
Maria van der Laar
Eines Tages thronte ein Eisvogel auf dem Zaun am Teich, bevor er als blauer Blitz ins Wasser eintauchte. Getrieben von der Jagd nach Beute, für sich oder seinen Nachwuchs. Das Familienglück der Wisvögel ist nur von kurzer Dauer; schnell werden die Jungen flügge, so wie es dieser flüchtige Moment im Bild einfängt. In Metall gegossen, besticht dieses Werk durch seine abstrahierte Form und eine bewusste künstlerische Übersteigerung der Proportionen.

"Die Streithähne"
Christel Verhalen
Die Skulpturen „Die Streithähne“ sind ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, wo keiner mehr dem anderen zuhört.

"Meander Hands"
Linda Verkaaik
Vorstellung von Menschen und Natur. Vorstellung von Natur, dargestellt in menschlichen Händen. Eine Hand des Elements Erde, die Falten, die Rillen, eine feste Form und eine Hand aus Wasser und Luft, eine undefinierbare Form, ätherisch, flüchtig, vergänglich. Die Skulptur besteht aus zwei Händen, die zusammenarbeiten, ineinanderfließen, sich ergänzen, einander folgen. Unfähig, ohne einander zu leben. Hände, weil sie organisch, warm, erkennbar und menschlich sind. Es ist eine Geste. Hände des Trostes, der Aufmerksamkeit, der Sicherheit, der Hilfe, des Umhüllens, des Geborgenseins. Menschlicher Trost, Hände der Fürsorge. Aber auch die Übersetzung für „Danach“, „Hoffnung“, „Besinnung“, „Neuanfang“. Die beiden Hände bilden zusammen, über die beiden Daumen, eine Yin-Yang-Figur. Die Rippen des Rahmens sind vollständig ineinander verschlungen. Wie alles miteinander verbunden ist. Dass Leben und Tod miteinander verbunden sind: Unendlichkeit....

"Das Wesen der Seele"
Heidemarie Wenzel
„Nachdem ich mir das Wesen der Seele vorgestellt habe, kann ich sie mir nicht als rechteckig denken.“ Dieser Satz schrieb der Philosoph Baruch de Spinoza um 1665 in seiner „Ethik in geometrischer Ordnung dargestellt“. In der geometrischen Form der Skulptur widerspiegelt sich seine philosophische Handlungsmotivation. Ohne die Einbeziehung der Betrachtenden und deren aktive Beteiligung ist das Projekt nicht vollständig. Sie lesen und erfahren diesen Satz, indem sie in einer Kreisbewegung um die Skulptur herumgehen und anschließend, ganz philosophisch, darüber nachdenken.
