REES. Am Samstag ist ein Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg im Reeser Rheinvorland erfolgreich und koordiniert gesprengt worden. Es handelte sich um eine britische Sprenggranate, die aufgrund der Bauart des Zünders nicht entschärft werden konnte. Eine Evakuierung war nicht nötig, da sich im Sicherheitsbereich keine Anwohnerinnen und Anwohner befanden.
Die Sprengung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst erfolgte um circa 13.05 Uhr und verlief wie geplant. Der Sicherheitsbereich, die Rheinpromenade, der Deichkronenradweg und die Rhein-Schifffahrt wurden für circa eine halbe Stunde zur Vorsicht gesperrt. Die Detonation war leicht hörbar und sichtbar. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand jedoch zu keinem Zeitpunkt.

Zur Absicherung der Detonation kamen knapp 40 Tonnen Sand aus Appeldorn zum Einsatz. Sie dämpften die Wirkung der Sprengung und hielten den Sicherheitsradius klein. Ohne den Sand wäre dieser Radius erheblich größer ausgefallen. Teile der Reeser Innenstadt hätten dann evakuiert werden müssen.
Dieser Umstand war auch der guten Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt Kalkar zu verdanken. Die Stadt Rees teilt sich die Rufbereitschaft des Ordnungsamtes mit der Nachbarkommune. Deshalb waren auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Kalkar im Einsatz. Sie unterstützten den Ablauf erheblich und organisierten unter anderem kurzfristig den Sand von der anderen Rheinseite.

