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Mühlenturm

1470 wurde er als Rundturm aus Backsteinen mit einem Mauersockel aus Basaltsteinen der 3 km entfernten Burg Aspel errichtet.
Der Mühlenturm erfüllte drei Aufgaben: In ihm war eine Loh – Mühle, die Gerbstoffe herstellte, untergebracht. Er diente der Verteidigung und konnte dazu mit kleinen Mauergeschützen armiert werden. Bei schwerem Eisgang des Rheins stand er als Bollwerk gegen den Eisdruck. Eine alte Sage berichtet von folgender Tragödie, die sich hier abgespielt haben soll:
 
Der Müller, der mit seiner einzigen Tochter in der Mühle wohnte, führte ein so verschwenderisches Leben, dass die Einkünfte der Mühle nicht mehr ausreichten, seine Schulden abzutragen. Ein reicher Händler, dem die schöne Müllerstochter gefiel, lieh dem Müller immer wieder bedeutende Summen Geld, damit er seine Schulden begleichen konnte. Als Gegenleistung forderte der Händler von dem Müller dessen Tochter zur Gemahlin. Die jedoch hatte in dem Müllersknecht ihren Eheliebsten gefunden und weigerte sich, den Händler zum Ehemann zu nehmen. Auch der Müllersknecht machte nun beim Müller einen Eheantrag und versprach durch Fleiß und Ausdauer die Schulden zurückzuzahlen. Dem Müller war jedoch sein Knecht als Schwiegersohn zuwider und es kam auf der obersten Plattform zu einer heftigen Auseinandersetzung, die in einem Zweikampf endete. Der Müller stürzte in die Tiefe und riss seinen Knecht mit in den Tod. Zur Erinnerung an dieses schreckliche Ende des Müllers und seines Knechtes hat man später die Gestalten der beiden Männer in andersfarbigen Ziegeln in der Mauer des Turms abgebildet. 


Kolpinghaus mit Mühlenturm.jpg


Horizontobservatorium

Horizontobservatorien sind astronomische Beobachtungsstationen, die nicht auf den Himmel ausgerichtet sind, sondern auf den Horizont.

Beobachtet werden Auf- und Untergänge von Sonne und Mond sowie ausgewählter Sternbilder, z. B. der Plejaden (Siebengestirn). Horizontobservatorien sind seit mindestens 7000 Jahren nachgewiesen. Die bekannteste Anlage ist Stonehenge in Südengland.

Die beiden mehr als 5 m langen Bänder aus Edelstahl im Osten und im Westen entsprechen den Horizontbögen der weltberühmten, 3600 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra. Das Band im Osten gibt den Bereich an, in dem sich die Sonnenaufgangspunkte mit dem Jahreszeiten verändern. Das westliche Band gibt die Sonnenuntergangspunkte an. Drei Peilungen in jedem Band entsprechen den Sonnentoren in den uralten Anlagen:

21. Dezember: Wintersonnenwende (WSW*)
21. Juni: Sommersonnenwende (SSW*)
21. März / 21.September: Tag- und Nachtgleiche (T=N)

Diese besonderen Punkte am Horizont ergeben sich aus der Jahresbahn der Erde um die Sonne. Zusätzlich enthalten die beiden Horizontbänder die Sonnenaufgangspunkte bzw. Sonnenuntergangspunkte zu den Monatsersten.

Die Kreise, die die Sonnenaufgangs- oder -untergänge symbolisieren, sind am unteren Rand, in der Mitte oder am oberen Rand des jeweiligen Bandes angeordnet. So kann man sich das Pendeln der Sonnenauf- und -untergänge zwischen der SSW und WSW gut vorstellen.

 Die Parallelen jeweils rechts und links der Sonnensymbole geben die Richtung der Sonnenbahn an: schräg zum Horizont - entsprechend den Breitengrad des Standortes Rees. Je näher der Beobachter zum Pol wohnt, desto flacher steigt oder sinkt die Sonne.

 Wie man das Observatorium nutzen kann, ist in den beiden Horizontbändern nachzulesen.

Kontakt/Links
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Öffnungszeiten
Sommer (01.05.-15.10.), tägl. von 10:00-19:00 Uhr
Winter (16.10.-30.04.), Sa. und So. von 10:00-16:00 Uhr

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