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Haffen: katholische Pfarrkirche St. Lambertus

Erbaut wurde die Kirche im 15. Jh. Äußerlich ein schlichter gotischer Backsteinbau mit einem dreistöckigen Turm war und ist sie innen reichhaltig bemalt. Drei Bögen trennen das hohe Hauptschiff vom niedrigeren Nebenschiff. Man weihte diese Kirche dem heiligen Lambertus, einem Maastrichter Bischof aus dem 7. Jh.

Von der Wand über den drei Bögen blicken in drei Vierergruppen die zwölf Apostel über das Hauptschiff hinweg. Sie wurden im 15. Jh. wahrscheinlich direkt mit dem Bau der Kirche, gemalt. Als die Kirche jedoch von 1630 – 1633 protestantisch wurde, verschwanden die Malereien für 200 Jahre hinter einem Kalkanstrich. Unter dem Kalk litten die Gemälde. Als sie 1850 unter der abgekratzten Kalkschicht entdeckt wurden, übermalte man sie 1856 mit Ölfarben.  Hierbei bewahrte man jedoch nicht die alten Gemälde, sondern schuf Neues. Die Bemühungen bei weiteren Restaurationen, die alten Malereien wieder zum Vorschein zu bringen, gelangen nur teilweise.

Im zweiten Weltkrieg wurde auch der Innenbereich der Kirche durch Granatsplitter massiv beschädigt. Außerdem wurde der Turm zerstört und mit einem kleinen Dach ausgestattet. Erst 1994 erhielt der Turm seine Spitze zurück.
Zu den besonderen Schätzen der Kirche zählen noch heute ein Taufstein aus dem 15. Jh., spätgotische Skulpturen und eine Monstranz aus der 2. Hälfte des 15. Jh. sowie ein Kelch aus dem 13. Jh.
 
Die Orgel, gefertigt bei der Münsteraner Orgelbaufirma Fleiter, stammt nach mündlicher Überlieferung aus dem Jahre 1911. Im Laufe der Jahre wurde ein neuer Spieltisch angebaut, der wahrscheinlich nicht passend zur Orgel konzipiert wurde. Das hatte zur Folge, dass die beiden letzten oberen Töne seither nicht klingen.

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