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Haldern: Kapelle Haus Aspel
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Als am 11. März 1851 die ersten Schwestern der Ordensgemeinschaft der Töchter vom heiligen Kreuz in Haus Aspel einzogen, diente zunächst ein Zimmer des ehemaligen Schlosses als Klosterkapelle. In den Jahren 1856-1959 entstand nach den Plänen des Kölner Dombaumeisters Vincenz Statz an der Südseite der Klosteranlage eine Kirche als einschiffiger Ziegelbau mit Querhaus und einem spitzen Türmchen mit kleinem Glockenstuhl.
 
1878 – in der Zeit des Kulturkampfes – mussten die Schwestern Aspel verlassen. Als sie es 1888 wieder in ihren Besitz übernahmen, war die Klosterkirche zur Scheune umfunktioniert und in schlechtem baulichen Zustand. Auch erwies sich der Kirchenraum im Laufe der Zeit als zu klein, so dass 1927/28 durch den Architekten Hermann Merl aus Wesel eine Erweiterung in Form von Seitenschiffen mit Fächergewölben im gotischen Tudor-Stil durchgeführt wurde. Die Fenster im Mittelschiff wurden erhalten; die Seitenschiffe sind daher sehr niedrig angesetzt und stehen mit den massiven rundbogigen Mauerdurchbrüchen in einem stilistischen Kontrast zu der Leichtigkeit der neugotischen Raumgestaltung.
 
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Kirche am 25. März 1945 durch Panzerbeschuss schwer beschädigt. Der sofortige Wiederaufbau u. a. mit Spenden der umliegenden Bauernhöfe konnte mit der feierlichen Einsegnung am Palmsonntag 1949 abgeschlossen werden.
In den fünfziger Jahren begann man, die Kirche mit religiöser Kunst auszugestalten. Rechts am Eingang befindet sich eine aus Holz gefertigte wertvolle Pieta aus dem 14. Jh. Ebenfalls aus dem 14. Jh. stammt die Statue der Gottesmutter mit dem Jesuskind aus Holz am linken Pfeiler vor dem Altarraum. Am rechten Pfeiler steht eine Figur des hl. Josef, der den Jesusknaben an der Hand führt.
1962 erhielten die bis dahin mit Fensterglas gefüllten Kirchenfenster neue Farbglasfenster. Die leuchtenden Farben der drei Chorfenster, die wie ein Tryptichon wirken, durchfluten je nach Lichteinfall den gesamten Chorraum. Das Mittelfeld beherrscht Christus als mächtige Frontgestalt in glühend rotem Gewand. Rechts im Fenster steht die Gottesmutter und links die hl. Irmgardis, beide Christus zugewandt. Die Themen der Fenster im Mittelschiff in beige/grau Tönen gehalten, beinhalten auf der linken Seite die alttestamentliche Verheißung und auf der rechten Seite die neutestamentliche Erfüllung.

1974 erhielt der Chorraum eine Neugestaltung durch einen  steinernen Altar mit eingelassenen Reliquien der frühchristlichen Märtyrer Klarus und Felix, einen Tabernakel auf einem Sockel und einen Ambo neben dem Altar, beide aus dem gleichen Stein, sowie ein von der Decke hängendes Altarkreuz.

Kontakt/Links

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